Aquarellpinsel: Die richtigen Pinsel für perfekte Ergebnisse – Alles wichtige für Anfänger im Überblick
Wenn du in die Welt der Aquarellmalerei eintauchen möchte, merkt schnell: Der richtige Pinsel macht den Unterschied. Doch welche Arten von Pinseln gibt es, worauf solltest du beim Kauf achten und muss es immer ein teurer Pinsel sein? Ich verrate dir hier meine Erfahrungen. Hier findest du alles wichtige über das Papier
Welche Pinselarten gibt es für die Aquarellmalerei?
Wenn du in den Laden gehst, wirst du schnell merken, es gibt verschiedene Formen. Jeder Pinsel ist für einen anderen Bereich gut. Deshalb erkläre ich dir nun, wofür welcher Pinsel geeignet ist.
Rundpinsel
Verwendung: Universell einsetzbar – ideal für Linien, Flächen und Details.
Tipp: Ein spitz zulaufender Rundpinsel mit guter Wasseraufnahme ist ein Muss für jeden Aquarellkünstler.Flachpinsel
Verwendung: Große Flächen, Hintergrundwäschen, gerade Kanten.Tipp: Für Anfänger gut geeignet, um gleichmäßige Farbverläufe zu üben.
Fächerpinsel
Verwendung: Strukturierte Effekte, z. B. für Gras oder Haare.Tipp: Mit wenig Wasser nutzen, um kontrollierte Effekte zu erzeugen.
Schlepper-/Linerpinsel
Verwendung: Feine Linien, Schriftzüge, Details.Tipp: Perfekt für botanische Illustrationen und Konturen.
Schrägpinsel (Katzenzungenpinsel)
Verwendung: Präzise Winkel, geschwungene Linien.Tipp: Kombiniert die Vorteile von Flach- und Rundpinsel.
Naturhaar oder Synthetik - Vor- und Nachteile
Nachdem du nun weißt, welche Pinsel du alles brauchst, musst du dich für das Material entscheiden. Wichtig ist, dass es auch Unterschiede bei Aquarell, Acryl und Öl gibt. Die meisten Pinsel sind für alles geeignet, aber manche echten Haare sind für Acryl besser und andere für Aquarell. Achte hier also drauf, ob etwas abgegeben oder empfohlen wurde.
Naturhaarpinsel (z.B. Rotmarder, Rind oder Ziege)
+ Hervorragende Wasseraufnahme und Verteilung+ die Farbe wird weicher und gleichmäßiger aufgetragen und meinen Augen
+ langlebig, wenn sie richtig gepflegt und aufbewahrt werden
- Teurer
Synthetik
+ sie sind deutlich preisgünstiger- Oft weniger saugfähig
- nicht so lange haltbar, wobei sich das schon stark verbessert hat.
- Striche sind nicht so fein und gleichmäßig
Gerade als Anfänger würde ich daher zu einem Synthetikpinsel greifen. Ich male jetzt seit zwei Jahren und verwende immer noch gerne und häufig hochwertige Pinsel mit Synthetikhaar. Aber mit der Zeit haben sich auch viele Naturhaarpinsel eingeschlichen. Bevor du direkt losmalst, probiere jeden neuen Pinsel auf einem Blatt Papier aus, da sich jeder anders verhält.
Pinselpflege ist das A und O
Wenn du den richtigen Pinsel hast, möchtest du auch lange etwas davon haben. Nichts ist nerviger, als wenn er haart oder ausfranst. Wichtig ist, den Pinsel nach jedem Schritt auszuspülen und am Ende einmal richtig auszuwaschen. Mit Seife (es gibt spezielle oder Kernseife) oder Spüli. Bei Acryl und Öl sollte zusätzlich mit Terpentin gearbeitet werden. Reinigst du die Pinsel nicht, setzen sich die Farbreste in der Nähe der Metallzwinge ab und spreizen die Pinsel. Danach liegend oder hängend trocken.
Meine Erfahrungen beim Pinselkauf - FAQ
Nachdem ihr jetzt auch die Unterschiede kennt, könnt ihr loslegen und euren ersten Pinsel kaufen. Ich habe hier ein paar Tipps für euch gesammelt, die euch vielleicht bei der Qual der Wahl helfen.
- Lohnen sich Sets? Gerade am Anfang sind Sets wirklich toll. Du bekommst dort nicht nur alle wichtigen Pinselarten, sondern auch verschiedene Größen (wie 2, 6 oder 10). Dadurch bist du für den Anfang gut gewappnet und könnt später einzelne Größen oder Arten ergänzen.
- Lohnt sich Sparen nicht doch? Nein. Ich habe am Anfang den Fehler gemacht und mich teils von Schnäppchen locken lassen. Zum Beispiel habe ich Sets mit 50 Feinpinseln gekauft. Viele davon waren vom Griff krumm, die Spitze verbogen. Andere verloren viele Haare oder nahmen kaum Farbe auf. Auf der anderen Seite habe ich Pinsel, die ich seit einem Jahr benutze und liebe. Nicht jedes Schnäppchen ist schlecht. Schaut euch die Qualität an und schickt notfalls zurück, wenn ihr sie online gekauft habt.
- Was hältst du von Wassertankpinseln? Sie sind praktisch, wenn man zum Beispiel auf dem Sofa oder unterwegs malen möchte. Du brauchst keinen extra Wassertank und nur ein Tuch, um die Pigmente auszuspülen. Allerdings habe ich bei meinen günstigen Modellen die Erfahrung gemacht, dass die Borsten sich trotz direkter Reinigung verfärben. Einmal schwarz und sie sind nun grau. Außerdem sind sie weniger für Details geeignet, da die Spitzen immer ähnlich und meist zu groß sind. Zusätzlich musst du einkalkulieren, dass viel Wasser herauskommt, selbst ein Tropfen ist oft viel mehr als benötigt.
- Wie muss ich denn den Pinsel korrekt lagern? Du lagerst ihn entweder liegend oder mit dem Kopf nach oben. Ich habe mir extra ein Stiftekarusell gekauft, wo ich die Stifte mit den Borsten nach oben lagern kann.
- Brauche ich einen extra Wasserbehälter? Ja und nein. Ich nutze zum Beispiel gerne alte Gläser oder Tassen. Allerdings ist es mir tatsächlich schon passiert, dass ich sie versehentlich umgestoßen habe. Folglich bevorzuge ich jetzt die Becher, die mein Sohn in der Grundschule nutzt. Da läuft dann weniger aus. Außerdem habe ich einen großen Behälter mit Stifthalter und welligem Boden, wodurch die Pinsel besser sauber werden. Der Nachteil, er ist riesig. Sowie eine. Wassertank, der stets sauberes Wasser nachlaufen und dreckiges abfließen lässt, aber er ist ebenfalls groß und läuft nicht gut nach.

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